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Pressemitteilung

Rapsasphalt als ökologische und gesundheitliche Alternative im Straßenbau

Antrag von ÖDP-Kreisrat Peter-Michael Schmalz im Kelheimer Kreistag

Im Landkreis Straubing-Bogen wurden nach Angaben des dortigen Landratsamtes gute Erfahrungen mit dem umweltfreundlichen und weniger gesundheitsschädlichen Rapsasphalt bei der Oberflächenbehandlung von Straßen gemacht (s. Artikel der MZ vom 03.07.2010 in der Anlage).

Vor diesem Hintergrund beantrage ich:

1.Der im Artikel zitierte Leiter der Tiefbauverwaltung des Landratsamtes Straubing-Bogen, Wolfgang Brandl, wird zu einer Sitzung des Bauausschusses des Kreistages Kelheim als Referent eines Vortrages und als Auskunftsperson über die Erfahrungen des Landratsamtes Straubing-Bogen mit dem Rapsasphalt zur Oberflächenbehandlung von Straßen eingeladen (Einsatzgebiete, Haltbarkeit, sonstige Vor- oder auch Nachteile).

2. Der Bauausschuss prüft, inwieweit auch im Landkreis Kelheim dieser alternative Baustoff zum Einsatz kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Peter-Michael Schmalz

Artikel der MZ vom 03.07.2010:

Raps-Asphalt auf der Kreisstraße

Straubing. „Straubing, die Region der Nachwachsenden Rohstoffe“, will mit gutem Beispiel voran gehen. Der Landkreis setzt daher bei seinen Kreisstraßen immer häufiger Rapsasphalt ein. Erst dieser Tage wurde auf der SR 26 von Rain über Puchhof bis Aholfing dieser aus Naturprodukten gewonnene Straßenbelag aufgebracht.

Markus Mühlbauer, Pressesprecher im Landratsamt, kennt die Daten: „Auf der 4,7 Kilometer langen Strecke wurde die Oberfläche von etwa 23000 Quadratmeter Fahrbahn behandelt. Hierzu wurden rund 40 Tonnen Raps-Bitumen-Emulsion eingesetzt.“

Der Landkreis Straubing-Bogen hat nach Angaben Mühlbauers bereits wiederholt gute Erfahrungen mit dem ursprünglich aus Österreich stammenden Produkt gesammelt und konnte sich von der Qualität überzeugen. Das auf dem nachwachsenden Rohstoff Rapsöl basierende Material sei so flexibel, dass es Risse im Straßenbelag dauerhaft überdecke. Außerdem belaste die neuartige Bitumen-Emulsion die Atemwege der Bauarbeiter weniger, da sie keine gesundheitsschädlichen Fluxmittel (Weichmacher) enthalte.
Der Leiter der Tiefbauverwaltung, Wolfgang Brandl, zeigte sich sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen an den Kreisstraßen SR 27 bei Büchling, der SR 19 bei Schambach, der SR 31 bei Niederschneiding, der SR 9 bei Oberschneiding und der SR 51 bei Wallkofen. Dort wurden in den letzten Jahren Oberflächenbehandlungen mit Rapsöl ausgeführt. In den mehr als vier Jahren Liegedauer habe sich das verwendete Produkt nach Aussage Brandls „hervorragend bewährt“.
Insgesamt hat der Landkreis inzwischen rund 150000 Quadratmeter Fahrbahn mit diesem umweltfreundlichen Verfahren erneuert.
Die Behandlung mit Rapsasphalt stellt nach den Worten des Leiters der Tiefbauabteilung eine günstige Zwischenmaßnahme dar, die die Straßenoberfläche abdichtet und die Lebensdauer der Fahrbahn um bis zu zehn Jahre verlängert. (ljh)

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