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Pressemitteilung

Energiepark Bachl statt Logistikpark Bachl

ÖDP-Gemeinde- und Kreisrat Peter-Michael Schmalz fordert in der Sitzung des Marktgemeinderats Langquaid am 09.04.2024 den Markt Rohr zur Einstellung seiner 38 ha großen Logistikpark-Planung mit 23 ha direkter Flächenversiegelung auf und zeigt gleichzeitig eine umweltfreundliche, für alle gewinnbringende Alternative auf.

In der öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderats (MGR) Langquaid gestern Abend, hat der MGR einstimmig beschlossen, dass er über den Rechtsanwalt Dr. Busse, ehemaliger Direktor des Bayer. Gemeindetags und "Baurechtspapst in Bayern", rechtliche Einwendungen gegen das vom Markt Rohr im Ortsteil Bachl geplante Megaprojekt "Logistikpark Bachl" erhebt. Auf Antrag von Langquaids Umweltreferent und ÖDP-Fraktionssprecher Peter-Michael Schmalz wurde in den Beschluss zusätzlich aufgenommen, dass sich der Markt Langquaid auch eine Klage gegen das Megaprojekt in der Nachbargemeinde offen hält.

Nach derzeitiger Planung soll der Logistikpark  ca. 38 Hektar (ha)  umfassen, wobei im ersten Schritt (Amazon-Lageransiedelung) 23 ha direkt versiegelt werden sollen. Auch sollen ca. 6 ha Wald gerodet werden.

Bei seiner Stellungnahme in der Sitzung zeigte Peter-Michael Schmalz, der auch Kreisvorsitzender des Naturschutzverbandes LBV ist, in einem kurzen Überblick die stark negativen Auswirkungen des Megaprojekts für die Nachbargemeinden und den gesamten mittleren Landkreis Kelheim auf. Die Pallete reichte von massiver zusätzlicher Verkehrsbelastung, Flächenversiegelung, Grundwassergefährdung, Zerstörung von Naturlebensräumen und Verschandelung des Landschaftbildes bis hin zur Belastung der Finanzen des Landkreises und damit auch der Gemeinden über die bei den Gemeinden erhobenen Kreisumlagebeiträge zur Finanzierung der sozialen Hilfsleistungen für die künftig zum größten Teil im Niedriglohnsektor arbeitenden Amazon-Beschäftigten.Das 38 ha große Projekt, so Schmalz weiter, sei das größte Bauprojekt in der Geschichte des seit 1972 bestehenden Landkreises Kelheim.

Zusätzlich forderte Peter-Michael Schmalz den Markt Rohr auf, seine Planungen zum Megaprojekt einzustellen. Die von Amazon in Aussicht gestellten Gewerbesteuereinnahmen seien nur Zielvorstellungen und nicht in konrekten absoluten Zahlen abgesichert. Als Alternative schlug er vor, eine Photovoltaikfreiflächenanlage an Stelle des bisher geplanten Logistikparks zu errichten. Das wäre der ideale Standort, weil direkt, nur wenige 100 Meter entfernt sich bereits jetzt  ein Umspannwerk befindet, das noch dazu für die zusätzliche Aufnahme von Solarstrom gerade ausgebaut wird. Kurzum lautete die Forderung von Peter-Michael Schmalz an den Markt Rohr: Energiepark statt Logistikpark.

Auf einen Schlag könnten somit alle Bedenken der Nachbargemeinden Abensberg, Saal, Hausen und Langquaid hinsichtlich der von diesen befürchteten Belastungen ausgeräumt werden. So würden keine Flächenversiegelung, keine Waldrodung und keine Verkehrsschwemme entstehen. Zusätzlich hätte man einen hervorragenden Beitrag zum Klimaschutz geleistet und der Markt Rohr könnte dazu auch noch vertraglich abgesichert die nächsten 20 Jahre (mit Verlängerungsoption) einen festen alljährlichen fünfstelligen Beitrag an Gewerbesteuereinnahmen erhalten

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