Biolebensmittel zu mindestens 50% in Einrichtungen des Marktes Langquaid

ÖDP-Marktgemeinderat und Referent für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz des Marktes Langquaid, Peter-Michael Schmalz, ergreift mit einstimmiger Bestätigung von hochkarätigem Expertengremium die Initiative für mehr Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Blascheck,

Lieber Herbert,

in Ergänzung meiner bisherigen Bemühungen in Sachen Voranbringen der ökologischen Landwirtschaft im Landkreis Kelheim und speziell auch im Markt Langquaid stelle ich hiermit folgenden

Antrag:

a) Der Markt Langquaid gewährleistet, dass in seinen eigenen Einrichtungen und bei seinen Veranstaltungen das angebotene Essen und die Getränke zu mindestens 50% (kumulativ) ökologisch und regional produziert wurden. Bei Lebensmitteln, die nicht im Landkreis Kelheim hergestellt werden können (Südfrüchte, Bananen usw.) sollten nur fair (soziale Mindesstandards) und ökologisch produzierte Ware Verwendung finden.

b) Der Markt Langquaid setzt sich dafür ein, dass die o.g. Quote auch in Einrichtungen und bei Veranstaltungen mit seiner wesentlichen Beteiligung erfüllt wird.

Begründung:

Mit diesem Vorgehen soll der Markt Langquaid einen wesentlichen Beitrag in folgenden Bereichen leisten:

- Schonung der Ressourcen (Trinkwasser- und Oberflächengewässerschutz, Bodenschutz, Klimaschutz, Luftreinhaltung usw)

- Gesundheitsschutz (der Produzenten und der Verbraucher)

- Verkehrsvermeidung (Abgase, Straßenunterhalt, Unfälle) durch Vermeidung von Import und stattdessen Herstellung der Öko-Produkte im Landkreis

- Generierung der Wertschöpfung vor Ort

- Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt und Lebensraumschutz)

-  Leistung eines Beitrags zum Verlassen der Schlußlichtposition des Landkreises Kelheim beim Anteil der ökologischen Landwirtschaft in Bayern (Platz 68 von 71 Landkreisen, Landkreisanteil 3,9%, Bayerndurchschnitt 8,1%)

Am 17.12.2018 hat der Kreisausschuss des Kreistages Kelheim einstimmig einen zwischen Landrat Neumeyer und mir ausgehandelten Kompromiß zu meinem Antrag "Voranbringen der ökologischen Landwirtschaft im Landkreis Kelheim vom 13.11.2018" beschlossen. Er sah zunächst das Abhalten einer Expertenrunde zu diesem Thema im ersten Quartal 2019 vor. Dieses Gremium sollte dann eine Empfehlung für das weitere Vorgehen seitens des Landkreises geben.

Am 19.02.2019 tagte mittlerweile diese hochkarätig besetzte Expertenrunde zum Thema ökologische Landwirtschaft im Landkreis Kelheim. Diese Expertenrunde aus Wissenschaft und staatlicher Landwirtschaftsverwaltung hat einstimmig fünf Leitsätze formuliert (s. Protokoll in der Anlage). In den Leitsätzen 3, 4 und 5 wird die Notwendigkeit des verstärkten Anbietens von ökologisch, regional und fair hergestellten Produkten dargelegt. Was fachlich für den Landkreis in seinem eigenen Wirkungskreis gilt, gilt ebenso für den Markt Languaid in seinem eigenen Wirkungskreis.

Ministerpräsident Söder hat vor wenigen Tagen als Reaktion auf das von der ÖDP initiierte und mit 18,3% Zustimmung historisch erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt angekündigt, dass in allen staatlichen bayerischen Kantinen künftig zu 50% (kumulativ) ökologisch und regional hergestellte Produkte angeboten werden sollen. Was der Staat leistet, dass sollte auch dem Markt Langquaid als ökologische Vorzeigegemeinde in Bayern  mindestens möglich sein.

In der Anlage übersende ich eine beispielhafte Aufstellung über Kindergärten und Kinderkrippen im Landkreis Kelheim, in denen bereits zum Teil sogar seit 2014 zu 100% Bio-Verpflegung stattfindet.

 

Viele Grüße

Peter-Michael Schmalz,

ÖDP-Kreis- und Marktgemeinderat

Referent und Ausschussvorsitzender des Marktes Langquaid

für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz

Anlagen:

- Protokoll Expertentreffen am 19.02.2019 im Landratsamt Kelheim

- Mitteilung vom 05.05.2019 über Beispiele von 100% Biolebensmittelversorgung von Kindergärten und Kinderkrippen im Landkreis Kelheim

 


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